Halt dich an deiner Liebe fest

Malerin Doris Baum vorm Bild „Kirsten, ein Wirbelwind im März“.Foto: Regina Katzer

19 Ölbilder und zwei Drucke der Malerin Doris Baum schmücken derzeit die Wände meiner Praxis. Bis zum Sommer sind die zum Teil provozierenden Werke zu sehen.

Baums Kunst schaut den Betrachter direkt an und regt damit häufig zum Einstieg in die Therapie an. Sei es das Ölgemälde eines Trans-Mannes, das zum Diskurs über sexuelle Identität einlädt oder die in den Raum schauenden Männer-Porträt, die ich gezielt nutze, um mit meinen Patienten über ihr Gefühl der Geschlechtszugehörigkeit zu sprechen. Schliesslich verortet sich jeder an einer anderen Position in der Gruppe seinesgleichen. Genauso können die Werke aber auch dabei helfen, zu schauen, wie eine Klientin glaubt zu wirken und wie sie gerne in Begegnungen mit Männern wirken möchte oder warum sie immer wieder in dasselbe Muster von Schüchternheit oder Abhängigkeit verfällt.

Die Möglichkeiten sind vielfältig. Und nicht nur deswegen stelle ich mit Freude immer wieder die Wände meiner Praxis für Künstler zur Verfügung. Es bringt Abwechslung und Farbe in den Praxisalltag und neben Patienten finden Kunstinteressierte den Weg zu mir.

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